SCHLOSS SULZBACH

Die größte zusammenhängende Schlossanlage der Wittelsbacher in Nordbayern

Bedeutendes Herrschaftszentrum

Das Sulzbacher Schloss war vom 8. bis 12. Jahrhundert ein bedeutendes Herrschaftszentrum auf dem Nordgau und gehört zu den frühesten mittelalterlichen Anlagen in Bayern.

Die damaligen Burgherren aus dem karolingischen Hochadel ließen eine Reihe von Gebäuden errichten. Darunter auch die Burgkapelle, die sich bis heute größtenteils im aufgehenden Mauerwerk des Kapellenbaus erhalten hat. Wohl ab 1003 kam die Burg an die Grafen von Sulzbach, was größere Baumaßnahmen, unter anderem einen achteckigen Wohnturm, nach sich zog.

Bereits unter Kaiser Karl IV. war das Schloss weitgehend in der Form angelegt und ausgebaut, in der es auch heute noch besteht. Der das Erscheinungsbild des Schlosses prägende Palas wurde um 1300 erbaut.

Ab 1581 war das Sulzbacher Schloss dann Wittelsbacher Residenz und eine der größten Schlossanlagen der Wittelsbacher in Nordbayern. Der Augustbau schloss zu Beginn des 17. Jahrhunderts das Ensemble im Norden. In seinem Inneren können die Grundmauern des romanischen Bergfrieds besichtigt werden.

Heute nutzt das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach das Schloss, Stadtbibliothek und Städt. Sing- und Musikschule befinden sich in der ehemaligen Schlosskaserne im unteren Schlosshof. Weiterhin sind im Schloss die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Amberg-Sulzbach und ein Depot des Staatsarchivs Amberg.